Die historie des Samojedhunde

Unter allen heutigen Hunderassen ist der Samojede eine der ältesten und kommt dem eigentlichen Ursprungsbild am nächsten. Trotz seiner eleganten und liebenswürdigen Erscheinung ist er ein robuster Naturbursche und Arbeitshund geblieben, hat sich noch viel vom ursprünglichen Charakter, dem Temperament und dem Aussehen seiner Ahnen bewahrt.

Der Samojede, Kulturgut der Nomaden:

Der Samojeden- Volksstamm (nach denen diese Rasse benannt wurde) lebten im hohen Norden, in einer der unwirtlichsten Gegenden dieser Erde, zwischen dem Uralgebirge und dem Jenissei- Fluss. Sie selbst nennen sich Nenzen und lassen sich in vier Gruppen unterscheiden: Tawgg- und Awam- Samojeden, Jenissei- und Ostjak- Samojeden, Juraken).

Die Samojedenhunde halfen ihren ursprünglichen Herren, den Rentiernomaden im Überlebenskampf:

Sie zogen die Lastkähne, die transportablen, aus Tierhäuten gefertigten Stangenzelte, die Ausrüstung, die Jagdbeute und die Menschen, suchten und fanden den Weg über die Schneesturm- Steppe und das tückische Moor. Sie dienten freudig als Jagdgehilfen, meldeten Herankommende, hüteten die Rentierherden im Sommer auf der baumlosen Tundra und im Winter in der bewaldeten Taiga. Auch das Hüten und Sauberhalten der Kinder war eine ihrer Aufgaben.

Die Hunde wurden hochgeschätzt und durften als Wärmequelle mit in den Zelten schlafen.

Dies prägte die Hunde nachhaltig und spiegelt sich bis heute in allem was sie tun wieder, machte sie zu liebenswerten, menschenfreundlichen und anschmiegsamen Gefährten, mit einem einmaligen und selbständigen Charakter.

Obwohl seit 1698 in verschiedenen Reiseberichten über die Bjelkiers („weiße Hunde, die weiß gebären“), oder Voinaikas (= russische Bezeichnung), den dickfelligen, meist weißen Hunden der primitiven Naturvölker berichtet wurde, gelangten sie erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ins Bewusstsein der Menschen, als die Polarforscher Nansen, Scott, Amundsen, Jackson, Harmsworth und Shackleon, Borchgrevnick und Fiala unter anderen auch die freundlichen, genügsamen, ausdauernden und leistungsbereiten Samojeden vor ihre Schlitten spannten.
 

Als der Engländer Mr. Ernest Kilburn – Scott von der Royal Zoological Society im Jahre 1880 die Gelegenheit hatte eine Expedition nach Archangel zu begleiten, wurde er aufmerksam auf einen sehr reizenden, pummeligen Welpen. Hiermit begann seine Liebe zum Samojeden und er erwarb später noch mehr Hunde von Forschern oder direkt aus Sibirien. Dies war der Beginn der Zucht außerhalb Sibiriens. Bald akzeptierte man nur noch weiße, bisquitfarbene und cremefarbene Hunde. Schwarze, schwarz-weiße oder Hunde mit anderen Kombinationen wurden von der Zucht ausgeschlossen. 1909 wurde der Samoyede Club in England gegründet. Im Jahre 1947 ließ man das “e“ dann weg. In erstaunlich kurzer Zeit gelang es Scott und den wenigen anderen Züchtern die Rasse zu vereinheitlichen und als erste Schlittenhundrasse offiziell anerkennen zu lassen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts gelangten die ersten Samojeden nach Amerika. Von England und Amerika aus wurden dann die ersten Hunde nach Europa gebracht.

 

 

Der Samojede ist lebhaft, intelligent und ausgesprochen selbständig. Er freundet sich rasch mit Menschen an und hegt auch gegenüber Fremden keine Vorbehalte.

Der Samojede ist ausgeglichen, gutmütig und im allgemeinen ein fröhlicher Hund, der sich in menschlicher Gesellschaft am wohlsten fühlt.